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Kinderkarawane 7s 2011
Die Klasse 7s hat sich am Ende der Lektüre "Die Kinderkarawane" ein weiteres Kapitel gewünscht. Die Schülerinnen und Schüler haben sich gleich selbst ans Werk gemacht und präsentiert die besten Arbeiten.

Mein erstes Jahr in Oregon
Hey Lukas,
Wir leben jetzt schon seit über einem Jahr in Oregon und es ist so toll. Marcus und Narcissa Whitman sind so liebe Eltern und sie haben für fast alles Verständnis und lassen uns so sein, wie wir sind. Es ist schön bei ihnen zu sein, obwohl ich Mutters warme Hand im Nacken und Vaters tiefe Stimme manchmal sehr vermisse.
Ich geniesse es sehr, wieder unter einem richtigen Dach zu wohnen und wieder wie ein normaler Junge mit meinen Geschwistern zu spielen. Ich bin froh, dass mir diese Last als Vater abgenommen wurde und auch, dass meine Geschwister mich wieder lieb haben und nicht mehr böse auf mich sind.
Indepentia lernt gerade laufen und spricht auch schon ersten Worte wie:“Dada oder bla.“ Sie ist ein fröhliches Kind und hat auch wieder zugenommen. Unser neuer Vater sorgt gut für sie - natürlich auch für uns - und er hat ihr ein eigenes Bettchen gebaut. Er hat sie einmal sogar in Wolfsfell gewickelt, wie in alten Zeiten. Sie fühlte sich wohl drin und schlief besser als manche anderen Nächte. Wir haben Freude, dass sie getauft wurde und überlebt hat.
Den Tieren geht es prächtig. Oscar hütet nicht mehr eine Horde von herumirrenden Kindern, sondern eine Schafherde. Anna, unsere treue Packkuh, hat sich bei den anderen Kühen eingelebt und sie hat ein Kälbchen namens Serafina bekommen. Ich denke, dass es Walter - der ist übrigens gestorben, bei einem Feuer - im Himmel gut geht.
Aus unserer Missions-Station wurde eine kleine Western-Stadt. Francis, Luise, Käthe und ich können jetzt sogar zur Schule gehen und Mathilde geht in den Kindergarten. Sie verbringt trotzdem immer noch jede freie Minute bei den Tieren auf der Weide. Mein Vater und ich gehen viel zusammen jagen und manchmal darf ich mit Mutter auf den Markt gehen, das dürfen sonst nur die Mädchen. Francis ist immer noch derselbe, mutig, fröhlich, tapfer und gehorsam und Käthe spielt auch immer noch den Clown.
Während Francis und ich Vater im Stall helfen, macht Luise mit Mutter den Haushalt. Lizzy hat gerade mit Mathilde reiten gelernt. Wir haben oft gelacht, wenn die beiden mit blauen Flecken nach Hause gekommen sind und wir haben sie geneckt. Mutter hat und schöne Kleider genäht und wir durften alle ein paar schöne Schuhe auswählen.
Im Frühling spriessen die Bäume und im Sommer singen die Vögel dem Sonnenuntergang entgegen. Im Herbst gibt es jede Menge Obst und Getreide. Im Winter bauen wir Schneemänner. An einem Tag war es so kalt, dass die Weide gefroren war und wir haben von Vater gelernt, wie man Schlittschuh läuft und hatten Spass.
Bald kommt der Frühling wieder und meine Geschwister und ich werden die schönsten Blumen für Mutter pflücken gehen.
Lass wieder mal von dir hören. Viele fröhliche Grüsse von deinem Kumpel John.

von Anja Schafroth, 7s



Mein erstes Jahr in Oregon

Liebes Tagebuch
Wir sind jetzt schon ein Jahr in Oregon bei Marcus Whitman und seiner Frau Narcissa.
In diesem Jahr haben wir viel gelernt und wir hatten viel Spass.
In den ersten drei Wochen konnten wir uns zuerst einleben und uns von der langen und gefährlichen Reise erholen. Nach den drei Wochen ging es aber los mit helfen und den anderen Sachen. Wir hatten jeden Tag am Morgen Schule und Marcus war unser Lehrer. Am Nachmittag konnten wir spielen und das Land erkunden (wovon wir aber eigentlich genug hatten)!
Ich half Narcissa meistens beim Kochen und lernte immer noch neue Dinge dazu. John half Marcus meistens beim Jagen und bei den Kühen. Francis, Käthe, Mathilde und Lizzy tobten herum und sind wieder Kinder, so wie früher. Das tollste ist, dass Indepentia schon ein bisschen reden kann und es fehlt nicht mehr viel und sie kann auf zwei Beinen gehen. Sie kann schon Johns und meinen Namen sagen. Natürlich ist John sehr glücklich, dass sie seinen Namen zuerst sagen konnte.
Ach ja, John. Seit Marcus unser Vater ist, ist John wieder jung und nicht mehr so streng wie auf der Reise. Wir tollen wieder mit ihm herum und es macht Spass. Langsam verstehe ich ihn, wieso er so hart und streng zu uns war und ich weiss jetzt auch, dass es nicht nur hart für uns war, sondern auch für ihn.
Okay, ich sollte jetzt aufhören zu schreiben, denn ich möchte das Abendessen nicht verpassen.
Bis bald Liebes Tagebuch,
deine Louise!


Joëlle Baumann, 7s



MEIN ERSTES JAHR IN OREGON
Liebes Tagebuch
Es ist wunderschön, hier in Oregon. Mum und Dad haben mir Lesen und Schreiben beigebracht. Und gestern bekam ich mein erstes Tagebuch (dich). Ich lese nun in jeder freien Minute und schreibe jeden Abend in dich hinein. Ich geh jetzt noch ein bisschen zu John zum Kamin. Dad hat ein Feuer gemacht. Bis Morgen! Francis

John machte Hausaufgaben, während Francis ein bisschen las. Narcissa (die Mutter) las Käthe, Mathilde und Lizzy eine Gutenachtgeschichte vor, während Luise sich ein Halstuch strickte. Marcus (der Vater) trank gemütlich einen Kaffee, während er Zeitung las. Indepentia schlief schon lange tief und fest. Manchmal murmelte sie etwas vor sich hin, was dann echt witzig klang. Am nächsten Morgen hatten sich Francis, Luise und John fest vorgenommen der einjährigen Indepentia das gehen beizubringen. Sie meinten: „Auch wenn es den ganzen Tag dauert. Wir bringen es ihr bei!“ Als sie alle gefrühstückt hatten, nahmen sie (Francis, Luise und John) sich Indepentia vor. Sie war dick, weil sie sich nie so richtig bewegte. Sie wollten es ihr draussen beizubringen. Luise nahm Indepentia in den Arm und fragte Käthe, ob sie die Haustür öffnen würde. Sie antwortete hochnäsig: „Aber nur, wenn Mathilde, Lizzi und ich auch helfen dürfen!“ John sah Luise an und meinte väterlich: „Komm schon, Luise. Was können sie denn schon falsch machen?“ So brachte die ganze Familie Indepentia das Gehen bei. Es dauerte mehrere Stunden, aber nun konnte sie endlich gehen. Die Kinder waren stoltz auf sich und auf Indepentia.

Liebes Tagebuch
Heute haben wir Kinder den ganzen Tag gebraucht um Indepentia das Gehen beizubringen. Doch sie kann nur ein paar Schrittchen gehen. Also wird sie Morgen wohl noch einmal üben müssen. Ich glaube ich bin noch mehr erschöpft als Indepentia! Doch die Mühe hat sich gelohnt. Ich denke Mama und Papa wären stolz auf uns. Doch das habe ich eigentlich alles hinter mir gelassen. Mum und Dad sind super Eltern. Sie schauen gut zu uns, mit Dad hat man immer Spass und Mum ist der Gott der Küche. Apropos Spass: John ist wieder ganz der alte. Von streng sein keine Spur mehr. Da bin ich echt froh. Also, ich muss gehen. Mum hat gerade zum Essen gerufen. Es gibt Hühnchen, Brot und Salat. Bis Morgen! Francis

Lia Pulver, 7s



Mein erstes Jahr in Oregon
Sechs Monate sind vergangen:
Wir haben uns super an die neue Umgebung angewöhnt! Auch Oskar und Anna haben sich von der strengen Reise erholt. Anna geht jetzt jeden Nachmittag mit den anderen Kühen auf die Weide und hat wieder ein paar Kilos zugenommen.
Luises Bein konnte man von dem Gips befreien, sie kann nun wieder gehen und mit den andern Kindern spielen. Unsere neuen Eltern sind einfach super! Jetzt entspreche ich auch wieder einem Jungen in meinem Alter! Ich spiele wieder mit meinen Geschwistern und habe richtig Spass. Ich glaube meine Geschwister konnten mir verzeihen, wie ich mich benommen habe!
Seit einem Monat gehen Francis, Luise, Käthe und ich in die Schule, wir haben sehr viele neue Freunde kennen gelernt! Meine andern Geschwister sind noch zu klein um in die Schule zu gehen.
Wenn ich die Schule abgeschlossen habe, will ich in der Praxis meines ``Vaters`` arbeiten. Vielleicht kann ich sie ja Später übernehmen und somit auch anderen Menschen helfen.
Indepentia, der geht es super! Sie hat deftig zugenommen und gewachsen ist sie auch. Mittlerweile sieht sie wie ein ganz normaler Säugling aus.
Ich liebe mein neues Leben. Natürlich vermisse ich meine Eltern. Aber ich habe mich mit der neuem Situation sehr gut angefreundet.
Ach ja, meiner Freundin Ana und meiner Grossmutter schreibe ich regelmässig, sie sind richtig stolz auf uns, dass wir das durchgezogen haben.
PS: Gestern Abend kam Luise zu mir und sagte, sie ist stolz auf mich und hat mich sehr lieb!

Svenja Wagner, 7s



Das erste Jahr in Oregon

Seit die Sager-Kinder in Oregon angekommen waren, besserte sich das Verhältnis zwischen den Geschwistern wieder. Vor allem John entspannte sich immer mehr, da ihm jetzt ja auch die Verantwortung abgenommen wurde, durch Narcissa und Marcus Whitman. John spielte jetzt auch manchmal wieder mit seinen Geschwistern, und tobte mit ihnen im schönen Tal Oregon herum. Es war viel schöner, als sie es gedacht hatten, jedenfalls kam ihm das so vor nach den gefährlichen Hindernissen der Wildnis. Luises Bein ging es schon wieder viel besser, es war fast verheilt. Und Francis lag am liebsten den ganzen Tag im Gras und streckte alle Viere vor sich, während Mathilde daneben mit Oskar herum- tobte. Doch dann mussten die älteren Geschwister wieder in die Schule, und lernten, anstatt den ganzen Tag herumzutoben oder zu faulenzen. Dann mussten sich halt die kleinen alleine die Zeit vertreiben.
Manchmal hörte man Käthe noch jammern, dass sie ihren alten Hof und die Eltern vermisste. Dann sagte John einfach, wenn sie zurückgehen möchte, dürfte sie das gerne tun, aber alleine. Dann hörte Käthe wieder auf.
Den Kindern gefiel es in Oregon, auch an ihre neuen Eltern hatten sie sich schon gewöhnt.
Es war für sie, als wäre es schon immer so gewesen. Nur manchmal dachten sie daran, wie sie hergekommen waren, aber es war für sie, als wäre dies eine andere Welt gewesen, es war ja jetzt auch schon lange her. Beinahe ein ganzes Jahr waren sie jetzt schon in Oregon!
Indepentia krabbelte schon wie ein Weltmeister und ging auch schon ein paar Schritte.
Manchmal wurde das Essen auch ein bisschen knapp, so wie es Dr. Whitman vorausgesagt hatte, doch sie schafften es ohne Verluste über diese Zeit hinwegzukommen.
Irgendwann war dann auch das erste Jahr in Oregon vorbei, und die Kinder fühlten sich dort so wohl wie eh und Jeh!


Zoe Grosjean, 7s